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Faust beim Schongauer Theatersommer
Himmlisches Höllenspektakel
Die 1808 veröffentlichte Tragödie von Johann Wolfgang Goethe gilt als das bedeutendste und meistzitierte Werk der deutschen Literatur. Sie greift die Geschichte des historischen Doktor Faustus auf und wird im Faust II zu einer Menschheits-Parabel ausgeweitet.
Es ist schon eine Herausforderung, der sich die Schongauer heuer stellen, zumal die Aufführung ein „Rausch für Auge und Ohr“ werden soll. So machte sich Helmut Gehlert daran, den FAUST nach seinen Worten „brutal“ zu kürzen, den Text zu reduzieren und den Stoff zu verdichten. Vieles ist neu interpretiert, dennoch bleibt der Inhalt und die Kernaussage des FAUST erhalten.
Der Weg “Vom Himmel durch die Welt zur Hölle“ wird somit nicht nur durch Wort und Spiel der Darsteller zum Besten gegeben (teilweise sogar im Dialekt), sondern prägend von symphonischer Musik und Tanzballett begleitet.
Der erste Teil mit dem in die Jahre gekommenen und mit sich und der Welt unzufriedene Faust, spielt werkgetreu in der Zeit des Spätmittelalters. Das Spiel des zweiten Teils mit dem durch Zauber verjüngten, lebenslustigen Faust ist hingegen in die Jetztzeit mit all ihren Facetten und Auswüchsen des modernen Lebens, versetzt.
Unzählige Vertonungen der Faust Geschichte, von der romantischen Oper bis zur Rockoper, von vertonten Liedern nach Goethe’schen Originaltexten oder großen symphonischen Dichtungen, spiegeln über Jahrhunderte eine ungebremste Aktivität der Tonkünstler sich mit Goethe allgemein, aber vor allem mit der Tragödie Faust intensiv zu beschäftigen. Für die Schongauer Produktion war es wichtig, eine Musik zu schaffen, die einerseits der tänzerischen Darstellung die nötige Grundlage bietet und andererseits die zwischen den Zeilen gesprochenen Worte emotional verstärkt. Aus der Faust Oper von Gounod erklingen die Kirmesszene und der Soldatenchor, zwei Meisterwerke der französischen Opernromantik, ein von Skurrilität unübertroffener Galopp von Chatschaturjan sowie bizarre Klänge von Prokofjew, feurige Rhythmen Stravinskys oder monumentaler Klangzauber von Berlioz.
Durch die Zeitreise verändert sich auch die Musik von der Klassik bis zur Moderne. So findet der Festspielbesucher sich mitten in einem Schlagabtausch zwischen AC/DC, Michael Jackson, Joe Cocker und Robbie Williams, die im Bigband Sound, fetzigem Rockstyle oder schmachtender Popballade ihre Songs darbieten.
Der Tanz setzt die ablaufenden Szenen um und vertieft den Eindruck des gesprochenen Wortes im Zusammenspiel mit der Musik. Und so wie sich die Musik durch die Zeitreise verändert, passt sich auch der tänzerische Ausdruck der jeweiligen Musikstilrichtung an. Die Interpretationen reichen vom Klassischen Ballett im ersten Teil über Jazz-Dance bis hin zu HipHop. Im zweiten Teil spiegeln sich facettenreich Lyrik, Skurrilität, Rhythmik, Emotionalität und Temporeichtum wider.
Über 200 Akteure auf und hinter der Bühne werden dem Publikum ein himmlisches Höllenspektakel bieten, das vom 6. August bis 15. August insgesamt siebenmal aufgeführt wird. Mit dabei sind eine Reihe erfahrener Akteure, die bereits an den Erfolgen der „Hexe von Schongau beteiligt waren.
Das Symphonische Blasorchester der Stadtkapelle Schongau unter Leitung von Marcus Graf stellt die Grundlage der Festspielmusik, die sich im modernen Teil in eine Rockband wandelt. Der Männerchor aus Böbing liefert die Chorpartien. Der Tanz wird von der Ballettschule Schongau unter der Leitung von Frau Gitti Frommhold-Horber, Anne Blackwell sowie Herbert Groß dargeboten. Der Beginn ist jeweils um 20.00 Uhr.
Eintrittspreise Kartenvorverkauf:
Kategorie 1, Erwachsene 26,-- €
Kategorie 2, Erwachsene 21,-- €
Abendkasse:
Kategorie 1, Erwachsene 28,-- €
Kategorie 2, Erwachsene 23,-- €
Kinder bis 16 Jahren und Rollstuhlfahrer erhalten eine Ermäßigung.
Kartenvorverkauf bei: Enzian-Reisen Schongau, Marienplatz,
Tel. 08861/23120 - Fax 08861/231220, eMail:
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