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Interview mit Eva Maria Rapp


Murnau, Wiege der Kunst

Bereits vor 1800 entdeckten Münchner Maler die poetischen Reize der Natur für ihre Kunst. Beeinflusst von aufgeklärtem Gedankengut eines Jean Jacques Rousseau und mit wachem Auge für die malerischen Schönheiten des Alpenvorlandes gingen sie aus der Stadt hinaus in die Natur. Sie suchten sich nun hier ihre Motive, statt - wie bisher - nach traditionellen Vorbildern komponierte Ideallandschaften im Atelier zu malen.

Kein deutscher Ort südlich von München kann sich einer vergleichbaren Kunstgeschichte rühmen, wie es die Marktgemeinde am Staffelsee darf. Hierfür zeugen Namen wie Asam, Seidl, von Horváth oder gar "Murnau", jener berühmte Hollywood-Regisseur, der sich nach dem Ort benannte.

Als Wassily Kandinsky und Gabriele Münter im Sommer 1908 Murnau kennen lernten, ahnten sie nicht, wie folgenreich dieser Aufenthalt für ihre künstlerische Arbeit sein würde. Die großflächige, im Süden von der Alpensilhouette gerahmte Landschaft mit ihren klaren Farben, dem intensiven Licht und dem darin ruhenden Ort, der sich in frischer, freundlicher Farbigkeit und Gastlichkeit den Sommergästen präsentierte, begeisterte das Paar. Wassily Kandinsky und Gabriele Münter ließen sich in Murnau nieder und Kandinsky schaffte hier den Durchbruch zur gegenstandslosen Malerei.