Murnauer Kunstnacht 2009

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Ganz Murnau ein einziges Festival

Der 2. Oktober ist inzwischen zum Feiertag erhoben. Da fährt man nach Murnau um die MURNAUERkunstNACHT zu erleben. Egal ob Fußgängerzone, Galerien, Geschäfte oder Lokale, ganz Murnau erwacht im Wonnetaumel. Strahlende Gesichter, begeisterte Menschen wohin man blickt. Auf wohl einmalige Weise wird dort Party mit Kunst verknüpft.

An jenem Tag bündeln sich alle Kräfte – Gewerbetreibende, Künstler und Gastronomie – um einen Bogen von der Tradition in die Moderne zu spannen. Was Murnau berühmt und beliebt gemacht hat, soll auch in der Gegenwart gewürdigt werden und eine weitere Entwicklung erfahren.

Die illuminierte Fußgängerzone mit Feuershow, Modenschau und Straßenmusik lädt zum Bummeln ein. Im Schlossmuseum und in den Galerien herrscht Tag der offenen Tür mit besonderen Attraktionen. In einer Vielzahl von Schaufenstern stellen Künstler ihre Kunstwerke aus und eine Reihe von Geschäften laden zu Aktionen ein. Mehr als 200 Künstler und Akteure werden Menschen staunen lassen. In verschiedenen Lokalen wird ein hochwertiges Liveprogramm geboten, in anderen geht die Party ab mit Coverbands vom Feinsten. Die Stimmung, die hierbei herrscht, hat den einen oder anderen zu der Äußerung verführt, dass die Kunst an sich etwas in den Hintergrund rückt. Solche Aussagen werden heuer garantiert eliminiert.

IMG_4580_KopieKein deutscher Ort südlich von München kann sich einer vergleichbaren Kunstgeschichte rühmen, wie es die Marktgemeinde am Staffelsee darf. Hierfür zeugen  Namen wie Asam, Seidl, von Horváth oder gar „Murnau“, jener berühmte Hollywood-Regisseur, der sich nach dem Ort benannte. Allen voran stehen die „blauen Reiter“ mit Murnau in einem untrennbaren Zusammenhang. Wassily Kandinsky, Gabriele Münter und Franz Marc fanden zu Beginn des 20ten Jahrhunderts in Murnau den Durchbruch zur gegenstandslosen Malerei des Expressionismus.

Im Jahre 2009 wird in Murnau eine weitere Kunstrichtung präsentiert, die in den 68er entstand und als eine der interessantesten Kunstrichtungen des Übergangs vom 20. Jahrhunderts ins 21. Jahrhundert gefeiert wird: COL-ART, an der auch renommierte Namen wie Josef Beuys und Richard P. Lohse mitwirkten. COL-ART bedeutet Kollektivkunst, was heißt, dass mehrere Künstler an einem gemeinsamen Werk beteiligt sind und in der Regel von einem Künstler koordiniert und vollendet wird. Der tiefere Sinn von COL-ART liegt darin, dass diese Art der Kunst verbindet, egal ob im kleinen Rahmen oder über Ländergrenzen hinaus.

Unter Regie und Mitwirkung des COL-ART-Begründers Marc Kuhn werden in der Fußgängerzone drei Werke vor den Augen des Publikums entstehen. Das Bild wird von verschiedenen Murnauer Künstlern gemalt, an dem zweiten darf sich jeder beteiligen, der Lust dazu hat. Das Dritte ist ein Bild, das in Murnau begonnen wird, durch die Welt  reist und im Jahr darauf in Murnau fertig gestellt wird. Von allen Bildern wird es eine limitierte Auflage von Kunstdrucken geben, so dass jeder, der möchte, davon etwas Bleibendes hat.

Murnau mit bedeutender Vergangenheit und prächtiger Zukunft

Terrassenförmig erhebt sich der Künstlerort Murnau über dem bedeutendsten Alpenrandmoor Mitteleuropas, dem Naturschutzgebiet Murnauer Moos. Umgeben von drei Badeseen, die zu den wärmsten in Oberbayern gehören sowie dem uneingeschränktem Blick auf ein unvergleichliches Bergpanorama, zu dem auch die Zugspitze zählt, präsentiert sich Murnau als einmaliges Juwel im Alpenvorland. Natur, Kunst und Kultur gehen hier eine einzigartige Verbindung ein.

Kandinsky verewigte Murnau auf vielen seiner weltberühmten Bilder. Hier vollzog er die Wende von der gegenständlichen zur abstrakten Malerei. Der Begriff „der Blaue Reiter“, steht in enger Verbindung zum Staffelseeort. Murnaus kunstgeschichtliche Bedeutung wird im Schloßmuseum mit der weltweit größten Münter-Sammlung ebenso sichtbar wie im so genannten „Russenhaus“, in dem Wassily Kandinsky mit Gabriele Münter von 1909 – 1914 wohnte. Der Dramatiker und Schriftsteller Ödön von Horváth schrieb in Murnau Weltliteratur.

Die berühmten Künstler, die in Murnau wirkten, dienen heute als Visitenkarte für den auch ansonsten schmucken Ort, dessen denkmalgeschützte farbenfrohe Fußgängerzone zum Bummeln und Einkehren in kleinen Fachgeschäften, Cafes, Wirtshäusern und Galerien einlädt, deren Fassaden in hohem Masse durch Emanuel von Seidl geprägt sind. Auch heute ist Murnau eine lebendige Künstlerszene anzutreffen. So mag es nicht zwangsläufig verwundern, dass das Zentrum im „Blauen Land“ noch eine weitere Attraktion anlockt, die in der Zukunft weitere Geschichte in Verbindung mit dem Ort schreiben könnte.

COL-ART wählt Murnau als zweite Heimat aus

So mancher – selbst aus der Kunstszene - mag sich fragen was denn COL-ART ist. Nicht automatisch kommt man darauf, was dahinter steckt, obwohl viele bereits damit in Berührung kamen. Denken Sie mal nach: Waren sie schon mal eingeladen, auf einer Geburtstagsfeier zum Beispiel, an dem jeder der Gäste einen Teil zu einem gemeinsamen Bild beitrug, das eine eine bleibende Erinnerung für das Geburtstagskind schuf. Wenngleich das nicht zwangslläufig als Kunst zu bezeichnen ist, so entstammt auch diese Idee der COL-ART -Bewegung.

COL-ART bedeutet Kollektivkunst, was heißt, dass mehrere Künstler an einem gemeinsamen Werk beteiligt sind und in der Regel von einem Künstler koordiniert und vollendet wird. Der tiefere Sinn von COL-ART liegt darin, dass diese Art der Kunst verbindet, egal ob im kleinen Rahmen oder über Ländergrenzen hinaus.

So schrieb Isolde Schaad am 15.8. 1969 im führenden Schweizer Wochenmagazin „die Weltwoche“: „... ganz richtig, bloss ein Bild. Nur, dass ein Iraker, zwei Schweizer, ein Auslandschweizer und ein Jugoslawe ihm Bildteile lieferten, die einer von ihnen säuberlich verband. Ein Bild aus Bildern also, ein Bild dank Bildern auch, recht eigentlich ein Bilderbild und fürs kunstakademisch verwöhnte Ohr ein sogenanntes kollektives Regiebild. Das nun lässt sich nicht mit einem Blick und einer Handbewegung abtun. Spornstreichs entführt es den Betrachter in ein visuelles Schlaraffenland, wo das Auge über ein Panorama von inneren Landschaften wandert und sich zuerst verirrt. In diesem Bild nämlich bewegen sich Stilrichtungen aller Arten optisch auf gleicher Ebene. In jedem Viereck wohnt ein anderes Thema, das lebt und leben lässt im gleichen Rahmen."

COL-ART - eine der interessantesten Kunstbewegungen des 20.& 21. Jahrhunderts

COL-ART begann 1968 in ZÜRICH, feierte damals in der Kunstszene beachtliche Erfolge von Paris bis New York. Auch Kunstgrösßen wie Josef Beuys und Richard P. Lohse beteiligten sich an Col-Art-Kunstwerken. COL-ART sollte  ursprünglich auch mit der „Pop-Art“ eine Symbiose eingehen, was letztlich am Galleristen und Manager von Andy Warhol scheiterte. Dieser bedingte sich aus, dass ausschließlich seine vertretenen Künstler hierbei Berücksichtigung finden. Doch ein solches Ansinnen steht im Widerspruch zur COL-ART-Idee an sich, die übergreifend und für jeden offen sein soll.

DSCF0063Somit konzentrierte sich der Schweizer Marc Kuhn (Vater dieser Kunstrichtung) ab 1971 auf Bereiche der Pädagogik, Therapie und Freizeitgestaltung. Hierbei vermittelte er zahlreiche, teils ganz neue und wichtige Kreativimpulse. Ausgefüllt mit unzähligen Vorlesungen und Workshops geriet dabei COL-ART in der eigentlichen Kunstszene etwas in Vergessenheit bis im Jahre 2006 in Mexico eine erst große Renaissance von COL-ART entstand. Sowohl junge als auch renommierte Kunstschaffende Mexicos lösten eine weitreichende Begeisterung aus, was zeigt, dass COL-ART nicht nur Geschichte ist, sondern noch eine Zukunft vor sich hat.

COL-ART und Murnau als Ausgangspunkt

Man mag es als Zufall sehen, man kann es jedoch auch als vorgezeichnetes Schicksal betrachten. Wie soll man es deuten, dass der C0l-ART-Begründer Marc Kuhn am 2. Oktober geboren wurde, an jenem Tag, der auch der Tag der Murnauer Kunstnacht ist. Oder wie lässt es sich beschreiben, dass ein Schweizer Künstler und ein Murnauer Veranstalter, ohne vorher von einander gewusst zu haben plötzlich zusammentreffen und eine gemeinsame Idee für die Zukunft kreieren. Ein Künstler, der einst wie Kandinsky & co eine neue Kunstrichtung ins Leben rief und jene Person, die sich für die Murnauer Kunstnacht verantwortlich zeichnet.

COL-ART und die Kunstnacht – der Ausgangsevent

Im Rahmen der Kunstnacht werden an geeignetem Platz (vor dem Rathaus –teilweise unter Dach) drei Bilder live gemalt.

Das erste von diversen Murnauer Künstlern

Das zweite wird ein Bild, an dem sich jeder beteiligen kann

Das Dritte ist ein Bild, das lediglich in Murnau begonnen wird, durch die Welt  reist und später in Murnau fertig gestellt wird.

fotomarckuhnSelbstverständlich werden alle Bilder durch Marc Kuhn persönlich konzipiert. Er wird diese auch alle persönlich überarbeiten, so  dass daraus eine echte original COL-Art resultieren, die zwangsläufig in die Kunstgeschichte eingehen werden.

Das jedoch nicht genug.

Heuer zum ersten Mal sowie auch in den kommenden Jahren wird bereits im Vorfeld zur Kunstnacht ein Bild unter Regie und Mitwirken von Marc Kuhn entstehen.

Im Jahre 2009 werden 09 Murnauer Künstler mitwirken. Im Jahre 2010 werden es 10 sein im Jahre 2011 sind es 11 usw. Somit entsteht ein Serie, die auf diese Art wohl erst und einmalig ist. Von jedem dieser Bilder wir es eine limitierte Auflage von hochwertigen Kunstdrucken geben, die preislich so ausgelegt sind, dass sie jeder der möchte einen solchen erwerben kann. Dies trägt natürlich noch weiter zur Popularität bei.

 

Pressetexte:

Murnauer Tagblatt 13. September 2006

Murnauer Tagblatt 2007

Murnauer Tagblatt, 27. Sept. 2007

Murnauer Tagblatt, 4. Oktober 2008

 
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